Südkorea
ASIEN-Ausgabe
Hanok-Dorf Ikseondong
Das geheime Labyrinth, in dem das alte Seoul wieder zum Leben erwachte
Versteckt zwischen den riesigen Alleen und Wolkenkratzern Seouls ist Ikseondong einer dieser Orte, an denen die Zeit scheinbar viel langsamer vergeht. Dieses kleine Labyrinth aus engen Gassen bewahrt einige der alten koreanischen Hanok-Häuser, die vor mehr als 100 Jahren erbaut wurden, und schafft eine völlig andere Atmosphäre als der Rest der Stadt.
Jahrzehntelang geriet das Viertel praktisch in Vergessenheit, als sich Seoul zu einer der futuristischsten Städte der Welt entwickelte. Viele der traditionellen Häuser standen kurz vor dem Verschwinden, bis Künstler, Kleinhändler und Jungunternehmer begannen, sie sorgfältig zu restaurieren und sie in versteckte Cafés, gemütliche Terrassen, Buchhandlungen und kleine Restaurants voller Charme zu verwandeln.
Das Besondere an Ikseondong ist genau die Mischung aus Tradition und Moderne, die Südkorea so gut ausmacht. Hinter alten Holztüren verbergen sich minimalistische Cafés, von Laternen beleuchtete Innengärten und kleine Räume, in denen die ursprüngliche Architektur der Hanok-Häuser noch erhalten ist.
Wenn der Abend hereinbricht, beginnen die warmen Lichter die Gassen zu erhellen und die Atmosphäre des Viertels verändert sich völlig. Einheimische und Reisende flanieren zwischen kleinen Terrassen, während der Duft von Kaffee, koreanischem Essen und traditionellem Tee die engen Gassen des Viertels erfüllt.
Ein perfekter Ort, um eine viel intimere, kreativere und authentischere Version von Seoul zu entdecken, weit weg vom hektischen Tempo der Großstadt.