Die versteckte Gasse, in der Kuala Lumpur seine chinesische Vergangenheit wieder aufleben lässt
Versteckt im Herzen von Kuala Lumpurs Chinatown ist Kwai Chai Hong eine dieser Ecken, die einen in eine andere Zeit zu versetzen scheint, sobald man den Eingang überquert. Zwischen roten Laternen, engen Gassen und alten restaurierten Fassaden lässt diese kleine Passage die Atmosphäre des chinesischen Kuala Lumpur zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder aufleben.
Der Name „Kwai Chai Hong“ bedeutet wörtlich „Kleine Geistergasse“, ein Spitzname, der vor Jahrzehnten entstand, als diese Gegend für ihre verlassenen Häuser, illegales Glücksspiel und eher düsteres Nachtleben bekannt war. Jahrelang geriet die Gasse praktisch in Vergessenheit, bis es einem umfangreichen Restaurierungsprojekt gelang, sie unter sorgfältiger Wahrung der ursprünglichen Architektur wieder zum Leben zu erwecken.
Heute sind die Wände mit interaktiven Wandgemälden gefüllt, die Szenen aus der alten chinesischen Gemeinschaft Malaysias darstellen: Händler, auf Balkonen spielende Kinder und Straßenverkäufer, die zeigen, wie das tägliche Leben in Chinatown vor über hundert Jahren aussah.
Nachts ändert sich die Atmosphäre völlig. Laternen erhellen die engen Gassen, sanfte Musik erklingt in kleinen, versteckten Cafés und der Kontrast zwischen chinesischer Tradition und Moderne macht den Ort zu einer der ganz besonderen Ecken von Kuala Lumpur.
Ein kleines Labyrinth voller Geschichte, Kultur und verborgener Details, in dem das alte Malaysia noch lebendig und wohlauf zu sein scheint